5.09.2009

Zur Schutzimpfung gegen

Influenza („Grippe“)


Die Influenza („Grippe“) ist eine mit Fieber, Husten, Muskelschmerzen einhergehende akute Erkrankung der Atemwege, die durch Infektion mit Influenzaviren (verschiedene Typen) verursacht wird. Vor allem bei älteren Menschen und bei chronisch Kranken werden häufig schwere Verläufe der Influenza beobachtet, an der in Deutschland jedes Jahr mehrere Tausend Menschen sterben. Der beste Schutz vor einer Influenza besteht in einer rechtzeitig durchgeführten Schutzimpfung.

Akute fieberhafte Erkrankungen der Atemwege (sog. Erkältungen) gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen, sie werden durch Hunderte verschiedener Viren verursacht. Diese lästigen, aber – anders als bei Influenza – nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen, werden durch die Influenza-Schutzimpfung nicht verhindert. Die Influenza tritt gehäuft in der kalten Jahreszeit (November bis April) auf; die Influenza-Schutzimpfung sollte deshalb in den Herbstmonaten vorgenommen werden. Die Influenzaviren verändern sich ständig, so dass auch Personen, die im Vorjahr eine Influenza durchgemacht haben oder geimpft wurden im Folgejahr erneut an einer Influenza erkranken können. Die Influenza-Impfung muss also jährlich wiederholt werden.

 

IMPFSTOFF

Der Influenza-Impfstoff wird in jedem Jahr den vorherrschenden Virustypen entsprechend neu zusammengestellt. Die Impfstoffe enthalten entweder abgetötete Influenzaviren oder Bestandteile von Influenzaviren, die im Impfling einen Schutz vor der Erkrankung hervorrufen.

Die Impfstoffe werden gespritzt (durch intramuskuläre Injektion verabreicht). Die Influenza-Impfung kann gleichzeitig mit anderen Impfungen vorgenommen werden. Der Impfschutz beginnt etwa zwei bis drei Wochen nach der Injektion.

 

Wer soll geimpft werden?

  • Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie z.B. : chronischen Atemwegserkrankungen, chronischen Herzkreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Stoffwechsel-krankheiten (z.B. Diabetes), angeborenen und erworbenen Schäden des Immunsystems (z.B. HIV-Infektion).

  • Personen über 60 Jahre

  • Personen die durch ihren Beruf täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen, z.B. medizinisches Personal


Wer soll nicht geimpft werden?

Wer an einer akuten, hochfieberhaften Erkrankung leidet, sollte nicht geimpft werden. Wer an einer nachgewiesenen schweren Über-empfindlichkeit (Allergie) gegen Hühnereiweiß leidet (Anschwellen der Zunge und der Lippen nach Berühren mit Hühnereiweiß), sollte ebenfalls nicht geimpft werden.

Wenn eine Influenza-Impfung angezeigt ist, kann sie auch bei Schwangeren vorgenommen werden. Impfungen im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten aber möglichst vermieden werden.

 

Mögliche Reaktionen nach der Impfung

An der Impfstelle kann eine leichte Rötung und Schwellung mit Schmerzen auftreten, die nach ein bis zwei Tagen wieder zurückgeht. Selten kann es nach der Impfung zu Abgeschlagenheit, sehr selten auch zu einem leichten Fieberanstieg kommen; diese Erscheinungen klingen in den folgenden ein bis zwei Tagen wieder ab.

 

Impfkomplikationen

Die Influenza-Impfung ist eine sichere Impfung. *Über das Auftreten bleibender Gesundheitsschäden nach der Impfung wurde bisher nichts bekannt.

In sehr seltenen Fällen kann eine Überempfindlichkeitsreaktion (aller-gische Reaktion, z.B. Nesselfieber oder Asthmaanfall) gegen den Impfstoff auftreten. Ebenfalls sehr selten kann die Blutgerinnung be-einträchtigt sein. In sehr wenigen Einzelfällen wurde eine Nerven-krankheit (Guillain-Barre-Syndrom) übertragen

 

Wenn Sie irgendwelche ungewöhnlichen Krankheitssymptome
beobachten, geben Sie uns bitte Bescheid.

 

 
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