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Rückenschmerzen – eine Volkskrankheit Die Krankenschwester, die täglich schwere Patienten heben muss, der Maurer, der Steine schleppt oder der Schweißer, der häufig über Kopf hantiert – all diese Berufsgruppen sind Kreuzschmerz-gefährdet. Dass solche Arbeiten „auf die Knochen gehen“, kann man sich vorstellen. Der Zusammenhang zwischen starken mechanischem Belastungen und resultierenden Rückenschmerzen ist einfach herzustellen. Kreuzschmerzen kommen aber so häufig vor, dass solche naheliegenden Erklärungsversuche nicht immer möglich sind. In den vergangenen Jahrzehnten ist eine ganz andere Belastung, die sich aber viel schwerer messen lässt, ins Blickfeld der Wissenschaft gerückt: der psychosoziale Stress. Wir verwenden das Wort „Stress“ inzwischen so häufig, dass es fast zum Modewort und somit im Alltag nichtssagend geworden ist. Stressforscher und Neurobiologen verstehen darunter aber eine ganz bestimmte Reaktion des Körpers auf alles, was unser Gehirn als Herausforderung oder Bedrohung erlebt. Stresshormone versetzen dann den Körper in erhöhte Alarm- und Handlungsbereitschaft. Das Herz schlägt schneller und pumpt mehr Blut in die Muskeln, der Geist ist hellwach. Diese Stressantwort gehört zur biologischen Ausstattung des Menschen, ohne die wir nicht leben könnten. Heute ist es aber häufig so, dass wir bedrohliche Situationen – auch langfristig – nicht auflösen können; und stets davonlaufen, ist sicherlich auch keine Alternative. Deshalb reagieren wir mit Angst, Ärger und innerer Anspannung. Und nun zeigt der Stress seine krankmachende Seite: er schwächt das Immunsystem, lässt Blutzucker und Blutdruck dauerhaft ansteigen, verdüstert die Stimmung und verspannt die Muskeln. Die Wechselwirkungen von körperlichem Befinden und psychischen Einflüssen kennt der Volksmund sehr gut. So heißt es etwa: Jemand ist halsstarrig, hartnäckig, beweist kein Rückgrat oder bewahrt Haltung. Psychische Anspannung führt also auch zu körperlicher Verspannung und somit möglicherweise zu Kopf- und Rückenschmerzen. Im folgenden Stellen wir Ihnen schematisch einige Risiken und Möglichkeiten der Prävention vor. Das Kreuz mit dem Kreuz – hoffentlich nicht auch Ihr Problem. Im Falle eines Falles helfen wir aber gerne weiter.
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