Wenn die Wirbelgelenke erkranken…

Arthose betrifft immer häufiger auch die Wirbelsäule. Dabei verdicken sich die kleinen, aber wichtigen Wirbelgelenke, engen den Wirbelkanal ein und drücken auf die Nerven des Rückenmarks . Diese Verengung des Wirbelkanals ist heute die häufigste Wirbelsäulen-Erkrankung ab dem 50sten Lebensjahr und kann jeden treffen. In vielen Kliniken ist die Diagnose „Verengung des Wirbelkanals“ heute schon häufiger als die eines „Bandscheibenvorfalls“. Viele der Betroffenen stehen dabei in der Blüte ihres Lebens und ihrer Schaffenskraft und leiden zutiefst unter dieser Bürde!


Die Beschwerden

Typisch für die Beschwerden ist dabei meist eine dramatisch verkürzte Gehstrecke. Oft können die Betroffenen nur noch 100 oder 200 Meter am Stück gehen; hinzu kommt ein zunächst unerklärliches Schwächegefühl in den Beinen. Häufig sind auch eine Sensibilitätsstörung, das Gefühl „wie auf Gummi zu gehen“ und sogar Schweißausbrüche. Beschwerden treten auch beim Stehen auf, so dass sich die Betroffenen oft nach spätestens zehn Minuten hinsetzen oder sogar hinlegen müssen. Die Folge ist eine hohe Beeinträchtigung des normalen Tagesablaufs und vieler sozialer Kontakte.


Was tun?

Die wirksamste Behandlung ist bisher eine Operation mit dem Ziel, die durch die Arthrose stark eingeengten Nerven zu befreien und zu entlasten. Die Erleichterung nach einem Eingriff wird meist rasch wahrgenommen. Die Gehstrecke wird länger, die Beschwerden nehmen ab. Allerdings scheuen sich bisher viele Menschen vor diesem anspruchsvollen Eingriff an der Wirbelsäule.


Neue Operationstechnik

Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht eine neue Operationsmethode, die den Eingriff an der Wirbelsäule sicherer machen soll. Für die Dauer der Operation werden winzige Sensoren an den Wirbeln befestigt, die ständig deren genaue Position überwachen und auf einem Computer anzeigen. Während der Operation kann der Arzt so sicherstellen, dass die Wirbel in eine günstige Stellung gebracht werden, wodurch eine Druckschädigung der Nerven vermieden wird.



Konservative Therapie:

Die Möglichkeiten der medikamentösen und physiotherapeutischen Behandlung sind bei dieser Erkrankung aufgrund ihrer mechanischen Ursache beschränkt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, falls eine Operation nicht möglich oder nicht gewünscht ist, die Beschwerden zu lindern. Neben der Schmerztherapie bietet sich hierbei auch eine Orthesen-Versorgung (spezielle Bandagen) an.

 

 

 
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